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Ex-Deutsche-Bank-Chef kritisiert Renditeziele
01.03.2010 – Der vormalige Vorstandssprecher der Deutschen Bank, Rolf Breuer, hat in einem aktuellen Interview mit ZEIT ONLINE die Bankenbranche scharf kritisiert.
Einigen in der Bankenbranche fehle es derzeit offenbar an der gebotenen Demut, sagte Breuer mit Blick auf die Proteste einiger hochrangiger Bankenvertreter gegen Reformen im Bereich der Finanzmärkte. Und über Bankenmanager, die trotz der Krise sehr hohe Renditeziele verfolgen, sagte Breuer ausweislich des Interviews: „In einer Situation, in der die Gesellschaft an der Sinnhaftigkeit von Banken zweifelt, könne man nicht noch einen draufsetzen und sagen: Wir wollen wieder Margen von X Prozent.“
Damit unterstützt der Ex-Vorstandssprecher und Aufsichtsratsvorsitzende der Deutschen Bank die Position der Sparkassen. So hatte der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV), Heinrich Haasis, wiederholt eine Rückbesinnung der Finanzwirtschaft auf ihre dienende Funktion gegenüber der Realwirtschaft gefordert und dargelegt, dass die Sparkassen keine Höchstenditen anstrebten, da diese immer gleichzeitig mit höchsten Risiken einhergingen. Die Sparkassen hätten sich vielmehr Renditeziele gesetzt, die geeignet seien, das auf die kreditwirtschaftliche Versorgung von privaten Kunden und Unternehmen bezogene, nachhaltige Geschäftsmodell der Sparkassen auf Dauer zu sichern.
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